Ein Monsterobjektiv: das Leitz EPIS 1:3,5/1000 mm (in Worten: eintausend Millimeter Brennweite) in der 2019 umgestalteten Leitz-Vitrine. Gewicht: gut 30 Kilogramm, Durchmesser: etwa 33 cm, Länge: rund 36 cm. Das dazugehörige Großraum-Epidiaskop III s der Firma Ernst Leitz, Wetzlar, mit einem Gewicht von rund 300 kg wurde in den 1950er Jahren gebaut. Das Objektfeld war etwa 20 x 20 cm groß. Die Projektionsgeräte selbst wurden in der Regel mangels Interessenten verschrottet. Von den gigantischen Optiken blieben einige erhalten – eines eben im Deutschen Kameramuseum in Plech.
Dabei hatte das Deutsche Kameramuseum bereits viele Jahre vorher die Chance, so ein Riesen-Projektionsgerät von einer Münchener Hochschule zu erhalten. Aber bis der Transport organisiert werden konnte, war der Apparat vom Hausmeister entsorgt worden. Doch 2026 gelang es dann doch, sich so ein Leitz Epidiaskop III S im Neuzustand komplett mit 1.000-mm-EPIS von der Universität zu Köln zu sichern und im Plecher Museum aufzustellen.