Aus der Sammlung Kurt Tauber



Die Dresdener Familie Pietrucha und ihre Firma Mikrolux

Ein Prototyp: Wie der Plastomat die Stereo-Foto-Freunde informieren und unterhalten sollte


Andreas Pietrucha präsentiert hier im künftigen Kameramuseum in Plech ein sensationelles Mitbringsel: ein Stereobildpaar-Betrachtungsgerät mit dem plastischen Namen Plastomat. Dieses Gerät - es existiert weltweit nur dieser vielleicht 50 Jahre alte Prototyp - sollte in touristischen Zentren, in Museen oder bei Sehenswürdigkeiten aufgestellt werden und die Besucher in zwei Minuten mit den zu erlebenden Attraktionen vertraut machen... Bitte weiter nach unten scrollen.
Wie der Plastomat funktioniert, ist der Originalbedienungsanleitung außen am Gerät (Bild oben) zu entnehmen: Der Einwurf einer Zehn-Pfennig-Münze setzt den Apparat in Betrieb und schaltet das Licht ein. Ein Lichtsignal gibt nach etwa zwölf Sekunden den Hinweis, das Rad um ein Motiv weiter zu drehen. Nach zwei Minuten geht das Licht wieder aus. Weiter...
Hier sieht man das Innenleben des Plastomaten: Zehn Stereobildpaare aus dem Mikrolux-Programm sind kreisförmig derart angeordnet, dass mit einer teilweisen Drehung des Handrades rechts das nächste Stereo-Bildpaar vor die Lichtquelle zum Stehen kommt und dann durch das Stereo-Betrachtungsgerät bewundert werden kann. Die Rähmchen sind leicht auswechselbar, sicher hätte man in der Serie auch das ganze Rad mit jeweils zehn Dia-Paaren auswechseln können. Weiter...
Auch im Wartebereich von Banken und Geschäften wäre der Plastomat zur Beschäftigung der lieben Kleinen gut einsetzbar gewesen. Denn die Mikrolux-Stereo-Bildserien erfreuten sich in der DDR einer großen Beliebtheit und boten von Märchendarstellungen mit Teddy-Figuren bis zu Landschaftsaufnahmen eine riesige Bandbreite an Motiven. Warum der von Mikrolux-Firmengründer Bernhard Pietrucha entwickelte Plastomat letztlich doch nicht in Serie ging, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Der technische Aufwand war jedenfalls nicht zu hoch, die Herstellungskosten wären auch  überschaubar gewesen. Zurück.

Das Deutsche Kamera-Museum in Plech besitzt den einzigen Plastomat-Prototypen


Informationen über weitere interessante Neuzugänge


Spenderliste A - Z mit vielen Namen von Fotofreunden, die das Museum unterstützt haben


Die Stiftung Kameramuseum Kurt Tauber  (Größere Spenden in den Stiftungsbestand)


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