Aus der Sammlung Kurt Tauber



2.000 Stereo-Fotos, eine Stereo-Kamera und ein Betrachter

Wie ein Lottogewinn: Der Nachlass eines begeisterten und begabten Amateurfotografen


Manchmal muss man als Sammler und Jäger eben auch Glück haben


Damit wurden die 2.000 Bildpaare fotografiert: die Voigtländer Stereflektoskop 45 x 107 mm
Wunderbare Szenen, wunderbare Qualität: Tierfütterung im Zoo
Der ICA-Betrachter Ein Motiv von vielen Eine Kiste mit 2.000 Dias

Zeitdokumente von höchstem Interesse und in bester Qualität

Als Schätze in der Obstkiste kamen die - gezählt, nicht geschätzt - 2.000 Stereoaufnahmen (schwarzweiße Glasdias und Glasnegative) im Format 45 x 107 mm ins Deutsche Kamera-Museum nach Plech. Hoch interessante, oftmals auch künstlerisch wertvolle Bilddokumente aus den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts: Städteansichten, bekannte Bauwerke, Schlösser, Burgen, Landschaften, Menschen, ein Zeppelin-Start... - eine Fundgrube nicht nur für Fotohistoriker. Die Dias wurden 2011 nach und nach von Museumshelfer Johannes Engelmann digitalisiert. Aufgenommen wurden sie von einem leidenschaftlichen deutschen Fotoamateur mit einer Voigtländer Stereflektoskop. Dazu gibt es einen passenden Betrachter von ICA. Bild unten: Die Diaschachteln nach der Bearbeitung und Katalogisierung.



 Zum Fotografen  konnten wir nur herausfinden, dass er Adolf Geiger hieß, beim Telegrafenamt beschäftigt war und in Stuttgart lebte. Einer seiner Freunde war Berufsfotograf, so hatte er professionelle Hilfe beim Entwickeln und Belichten der Fotografien.


In seiner Freizeit war er ein leidenschaftlicher Wanderer, was an vielen der Fotomotiven unschwer abzulesen ist. Über mehrere Jahre durchwanderte er beispielsweise in Etappen Italien. Er begann oben im Norden und wanderte jeweils zwei Wochen lang Richtung Süden. Wenn sein Urlaub vorbei war, stieg er wieder in den Zug und fuhr zurück nach Stuttgart. Im nächsten Urlaub fuhr er mit dem Zug zu dem Punkt, an dem er die Tour unterbrochen hatte und wanderte weiter nach Süden. Dies tat er so lange, bis er endlich an der Stiefelspitze angekommen war.

 

Es finden sich viele Stereo-Aufnahmen aus Italien im fotografischen Nachlass: Bilder aus den Alpen, aus Venedig, Florenz und Rom...



 Der Helfer: Unser Bild zeigt Museumsmitarbeiter Johannes Engelmann aus Erftstadt bei Köln bei seiner anstrengenden wie verantwortungsvollen Aufgabe, die Glasdias zu scannen und zu katalogisieren. Inzwischen liegen alle Dias auch auf DVD vor.



 Die Aufgabe:  Diese Mengen an Glasdias lassen erahnen, wie viele Handgriffe nötig sind, bis alle Glasdias oder -Negative aus dem Museumsarchiv gesichtet, vorsichtig geputzt, digitalisiert und katalogisiert sind. Museumshelfer Johannes Engelmann hat sicher noch einige Jährchen zu tun...


Hier einige Beispiele für die Qualität der Stereo-Aufnahmen


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Spenderliste A - Z mit vielen Namen von Fotofreunden, die das Museum unterstützt haben


Die Stiftung Kameramuseum Kurt Tauber  (Größere Spenden in den Stiftungsbestand)


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