Öffnungszeiten: jeweils sonntags 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung  -  News


Deutsches Kameramuseum


In der Realität angekommen

Die Plecher Foto- und Filmbörsen zweimal im Monat sind ein großer Erfolg


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 Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2012



Die Einrichtung des Kameramuseums in Plech geht planmäßig weiter. Seit Mitte April 2012 wieder originalgetreu im Deutschen Kameramuseum aufgebaut: das Negativ- und Positivlabor aus der Zeitungsredaktion Pegnitz des Nordbayerischen Kuriers. Der vom damaligen Fotoreporter Konrad Raum selbst konstruierte und zusammengebaute Labortisch war von 1984 bis 2002 nahezu täglich in Gebrauch. Links die Entwicklerdosen, daneben der Leitz-Vergrößerer mit automatischer Schärfenachführung, dann die Becken (aus roten Kunststoffplatten) mit den riesigen Wannen, ganz rechts der stattliche Negativ-Trockenschrank. Hier entstanden in diesen 18 Jahren tausende und abertausende Zeitungsfotos. 


Alles über das neue oberfränkische Technikmuseum


PLECH. Es war noch keine offizielle Eröffnung, aber es war der lang ersehnte Startschuss für das Deutsche Kameramuseum in Plech (siehe Wappen): Nach einigen viel beachteten Tagen der offenen Tür in den vergangenen zwei Jahren steht seit Sonntag, 4. Dezember 2011, das neue oberfränkische Technikmuseum offen. Gleichzeitig fand die erste Plecher Foto- und Filmbörse im Museum statt. Eine Einrichtung, die künftig an jedem ersten und dritten Sonntag eines Monats den Gästen geboten werden soll. Das volle Programm zur Einweihung finden Sie hier.


Die eigentliche Einweihungsfeier ist erst für die Pfingstfeiertage 2012 geplant und so startete das Museum ohne großes Brimborium, aber auf immerhin gut 160 Quadratmetern in drei Räumen im Obergeschoss der Grundschule Plech, Schulstraße 8. Details siehe Lageplan. Ausstellungsraum Nummer 4 (Derzeit Depot) mit weiteren 70 Quadratmetern wird künftig dem Thema Filmkameras, Filmprojektion und Diaprojektoren gewidmet und derzeit eingerichtet:



Zur Erklärung: Saal 1 = Kamerasaal mit insgesamt 14 großen Schauvitrinen; Saal 2 = Abteilung Reprofotografie, Labor, Großgeräte; Saal 3 = Original-Fotoladen aus Ostfriesland. Bis zur "großen" Eröffnung an Pfingsten 2012 werden noch Saal 4 (das jetzige Museumsdepot) als Ausstellungsraum für die Bereiche Kino & Projektion sowie das Treppenhaus mit dem Kassenbereich (links im Plan) mit einbezogen werden. Die Abteilungen im einzelnen (einfach den entsprechenden Bereich im Plan anklicken):


 1: Kamera-Saal


Eigentlich ein 20 Meter langer und drei Meter breiter Gang vom Treppenhaus zu zwei früheren großen Klassenzimmern und einem kleineren Computerraum. In diesem hellen Gang zeigt eine Zeitschiene die rasante Entwicklung der Kameratechnik seit Erfindung der Fotografie auf und macht die Besucher mit Exponaten in sieben Glasvitrinen chronologisch mit typischen Beispielen der jeweiligen Zeit vertraut.

 

Die achte Vitrinen enthält herausragende Beispiele für Geräte zum Thema Stereofotografie und 3D vom guten alten Rollei-Heidoscop über die Nimslo bis hin zum Bastelbogen für des Selbstbau eines Stereofotoapparats aus Karton.



Die beleuchtbaren Vitrinen mit den stattlichen Ausmaßen von jeweils 100 x 50 x 180 Zentimeter (im Bild rechts) lassen - übersichtlich nach Jahrzehnten aufgeteilt, die Meilensteine der deutschen und internationalen Kameraindustrie wieder aufleben.

 

Von der deutschen Agfa-Box bis zur schwedischen Hasselblad, von der legendären Leica bis zur billigen Pocket-Werbe-Kamera, von einer der ersten Spiegelreflexkameras Marke Voigtländer in der Größe zweier Schuhkartons bis zur berühmten James-Bond-Spionagekamera Minox sind viele bekannte und unbekannte Fotoprodukte im Original zu bestaunen.

 

Die sechs neuen Vitrinen (im Bild oben auf der linken Seite) widmen sich Schwerpunktthemen des Kamerabaus: Fotogeräten aus der früheren DDR und einigen herausragenden Firmen wie Rollei, Revue (Foto-Quelle), Canon und Kodak sowie den Erzeugnissen der Nürnberger Firma Carl Braun.



Weil der Bestand an attraktiven Exponaten aus dem Zeitraum vom 19. Jahrhundert bis 1945 in den letzten Monaten immer größer geworden ist und die eine Vitrine, die in der "Zeitschiene" dafür vorgesehen war, schnell viel zu klein wurde, haben wir die antiken Kameras und Gerätschaften jetzt auf zwei Vitrinen aufgeteilt und um weitere Exponate erweitert. Damit kommen die Schätzchen besser zur Geltung. Die "Zeitschiene" wird nun in sieben Vitrinen dargestellt: Im Bild die Anfänge bis 1945 in zwei Vitrinen, die Nachkriegszeit mit den Fünfziger Jahren, die Sechziger Jahre, die Siebziger und die Achtziger in jeweils einer Vitrine sowie die Kameras seit 1990 in der siebten Vitrine.

 

Ganz am Ende des Kamerasaals steht neuerdings ein Schreibtisch aus den 70er Jahren, um den herum ein Arbeitsplatz eines Kameramechanikers entsteht, wie er - Bild rechts - bei einem Enthusiasten in Pforzheim von 1981 bis 2007 in Betrieb war. Mehr darüber hier.


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Weiter geht es bei unserem virtuellen Rundgang durchs Kameramuseum in die Abteilung...


 2: Großgeräte, Reprotechnik und Labor



Hier dominiert die Falz & Werner, eine 4,40 Meter lange Reprokamera aus Holz (Baujahr 1928), den sieben mal zehn Meter großen  Saal, der auch weitere Großbild- und Studiokameras, Laborgeräte und diverse außergewöhnliche Geräte präsentiert wie die Linhof Kardan-Color mit dem Negativformat 16 x 24 cm (Bild rechts).

 

Darunter ein Exponat, das schon zu den erklärten absoluten Lieblingsstücken fast aller Besucher zählt: ein Planox-Heidoplast-Stereobildbetrachter von Franke & Heidecke (Rollei), der beweist, dass 3-D-Fotos keine Erfindung der heutigen Zeit sind, sondern schon in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den gutbürgerlichen Wohnzimmern für Begeisterung sorgten. Höhe- und vorläufiger Schlusspunkt ist ein Besuch im...


 3: Fotoladen anno 1956  


Möbel und sonstiges Interieur eines ehemaligen Fotofachgeschäft aus Rhauderfehn in Ostfriesland wurden vor wenigen Jahren nach dem Tode des letzten Inhabers nach Plech verfrachtet und mit Originaldekorationen wieder neu aufgebaut.

Und zwar einschließlich vieler der damals üblicherweise angebotenen Fotoartikel, der früheren Filmbestelltüten, Firmenstempel, Einkaufstüten aus Plastik, des Geschenkeinwickelpapiers und der Original-Leuchtreklamen...

Man fühlt sich beim Betreten des Raumes sofort wieder wie "beim Photographen" und nicht wie an der unpersönlichen technisierten Fototheke im heimischen Drogeriemarkt, wo man seine Digitalbilder selbst in den Printer übertragen muss.


 4: Abteilung Filmkameras, Foto- und Filmprojektion  


Hier warten Projektoren-Schätzchen aus fast 100 Jahren Fotogeschichte darauf, nach Alter und Typ sortiert und dann in diesem Regal dekorativ aufgestellt zu werden. Großansicht mit 1200 Pixel Breite.


Noch wird der vierte Ausstellungsraum im weiter oben abgebildeten Grundriss als Depot und Büro genutzt, aber es wird darin schon feste gewerkelt. Bis zur Einweihung an Pfingsten 2012 wird dieses Klassenzimmer mit seinen rund 70 Quadratmetern Fläche der Sammlung der Film- und Diaprojektoren, den sperrigen Epidiaskopen und den faszinierenden Filmkameras ab dem Jahr 1900 gewidmet sein. In einer sieben Meter langen Regalwand (Foto) werden 80 bis 90 Film- und Diaprojektoren, Schneidegeräte und andere Apparate zu diesem Thema präsentiert, der Crass-Trickfilmtisch ist jetzt schon aufgebaut und eine Kinoecke mit Leinwand und vorführbereiten Film- und Diaprojektoren wird nicht fehlen. Die Filmkameras sind in einer großen Holzvitrine neben der Türe untergebracht.



So wird - Bild oben - der 7 x 10 Meter große Ausstellungssaal zum Thema Film und Projektion bis zur feierlichen Museums-Einweihung am Pfingstwochenende 26./27./28. Mai 2012 noch ausgestaltet.

 

Hinter dem Begriff Großraum-Epidiaskop (im Bild links das typische Riesen-Objektiv mit mehr als 20 cm Durchmesser und mehr als 20 Kilogramm Gewicht) verbirgt sich eine über zwei Meter hohe und gut 300 Kilogramm schwere Überraschung. Hier nur so viel: Es gibt in der Bundesrepublik allenfalls noch eine Handvoll dieser Leitz-Riesenprojektoren aus den 50er Jahren. Das Museumsgerät wird voll funktionsfähig sein und eine Lampenleistung von 6.500 Watt (!) aufweisen. Weitere Infos zu den anderen wichtigen Exponaten im künftigen Kino- und Projektionssaal: Crass Trickfilmtisch, Schmid AMV 6, SpeedCam+ 500.


 Besondere Exponate oder Schwerpunkte der Sammlung


Kompletter Fotoladen mit Mobiliar aus den 50er Jahren


Hölzerne Riesen-Reprokamera Falz & Werner von 4,40 Metern Länge (Baujahr 1928)


Hochgeschwindigkeitsvideokamera Speedcam+ 500 mit bis zu 3.500 Bildern pro Sekunde


Crass-Trickfilmtisch für 35-mm- und 16-mm-Kinofilme


Herausragende Exponate zum Thema Stereofotografie/3 D


Fotolabor aus der Redaktion Pegnitz des Nordbayerischen Kuriers


Arbeitsplatz eines Kameramechanikers mit Tausenden von Ersatzteilen, mit den typischen

    Werkzeugen und mit teilweise zerlegten Kamera-Gehäusen und Optiken


Geräte-Sammlung und Archiv der Nürnberger Firmen Carl Braun (Kameras,

    Diaprojektoren) und Foto Quelle (Revue) mit über 75 Foto-Quelle-Katalogen


Über 5.000 Original-Bedienungsanleitungen, hunderte von Fachbüchern


Insgesamt mehr als 13.000 Exponate, darunter alleine 5.000 Foto- und Filmkameras,

   Projektoren, Objektive - darunter 1.500 verschiedene Pocketkameras aus aller Welt


  Museums-Flyer mit weiteren Informationen als pdf zum Download


  Öffnungszeiten:


Das Deutsche Kameramuseum in Plech ist sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen nach telefonischer Vereinbarung unter der Rufnummer 0 92 44/9 82 54 99. In den bayerischen Pfingst- und Sommerferien ist das Museum zusätzlich zum Sonntag auch mittwochs von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. "Events" aus besonderem Anlass oder sonstige Sonderveranstaltungen für Gruppen und Vereine nach telefonischer Vereinbarung. Die Wetterprognosen für Plech finden Sie hier.


  Telefonnummer/Anschrift:


Sie finden das Museum in D-91287 Plech, Schulstraße 8; Telefonnummer für Terminvereinbarungen: 0 92 44/9 82 54 99. Zum Routenplaner.


  Die Eintrittspreise:


Bis 25. Mai 2012: 2,00 Euro für Erwachsene, 1,00 Euro für Kinder ab 12 Jahre und Jugendliche; 1,50 Euro pro Person bei Gruppen ab 10 Personen.


 Trägerschaft:


Der Förderverein Deutsches Kameramuseum in Plech e.V. betreibt das Museum, das in Räumen der Marktgemeinde Plech untergebracht ist (Teile der Grundschule). Eigentümerin der Exponate ist die gemeinnützige Stiftung Kameramuseum Kurt Tauber, die die Exponate dem Museum kostenlos zur Verfügung stellt.


  Plecher Foto- und Filmbörse mit Kamera-Flohmarkt:


Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat wird von 14 bis 17 Uhr die Plecher Foto- und Filmbörse veranstaltet, bei der überzählige Geräte aus den Beständen oder Neuzugängen des Museums zum Nutzen des Museums für kleines Geld verkauft werden. Der Besuch der Fotobörse kostet über den normalen Eintrittspreis hinaus nichts. Bei einer so großen Sammlung finden sich immer wieder Apparate und Zubehörteile ein, die schon mehrfach in der Sammlung vorhanden sind und die bei solchen Terminen zu fairen Preisen an den Mann gebracht werden. Die Spender der Exponate sind über diese Verwendung informiert und ausdrücklich mit dieser Vorgehensweise einverstanden, denn nicht jedes Gerät kann Eingang in die Ausstellung finden. Mit dem Erlös werden die Aufwendungen des Museums finanziert - derzeit steht der Kauf von weiteren Vitrinen im Vordergrund.


Exponate, die ausdrücklich der Stiftung zugeeignet sind, bleiben selbstverständlich im Bestand und werden aus rechtlichen und grundsätzlichen Gründen nicht verkauft.


  Kamerabewertungen und Bestimmung von Fotogeräten


  So berichten die Medien über die Museumseröffnung


  Hier finden Sie uns bei Bing und bei Google Maps (Routenplaner) 


  So planen Sie Ihre Anreise mit Bussen und Bahnen (Fahrplanauskunft der DB)


  Weiterführende Links:


Vitrine mit Exponaten aus dem Deutschen Kameramuseum als Werbung bei McDonald's


Neujahrskonzert im Deutschen Kameramuseum


KSB-Azubis gestalten Kamera-Kunstwerk für den Plecher Kreisel


Alles über den neuen alten Laden aus Ostfriesland


Die Geschichte der Falz & Werner: Wie das Prunkstück ins Plecher Museum kam


3.500 Bilder pro Sekunde: Wunderwerk der Videotechnik


Alles über die "Stiftung Kameramuseum Kurt Tauber" Ein kleiner Spendenratgeber


"Förderverein Deutsches Kameramuseum in Plech" als Museumsbetreiber


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