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Deutsches Kameramuseum |
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In der Realität angekommen Die Plecher Foto- und Filmbörsen zweimal im Monat sind ein großer Erfolg |
Die Einrichtung des Kameramuseums in Plech geht planmäßig weiter. Seit Mitte April 2012 wieder originalgetreu im Deutschen Kameramuseum aufgebaut: das Negativ- und Positivlabor aus der Zeitungsredaktion Pegnitz des Nordbayerischen Kuriers. Der vom damaligen Fotoreporter Konrad Raum selbst konstruierte und zusammengebaute Labortisch war von 1984 bis 2002 nahezu täglich in Gebrauch. Links die Entwicklerdosen, daneben der Leitz-Vergrößerer mit automatischer Schärfenachführung, dann die Becken (aus roten Kunststoffplatten) mit den riesigen Wannen, ganz rechts der stattliche Negativ-Trockenschrank. Hier entstanden in diesen 18 Jahren tausende und abertausende Zeitungsfotos.
Die eigentliche Einweihungsfeier ist erst für die Pfingstfeiertage 2012 geplant und so startete das Museum ohne großes Brimborium, aber auf immerhin gut 160 Quadratmetern in drei Räumen im Obergeschoss der Grundschule Plech, Schulstraße 8. Details siehe Lageplan. Ausstellungsraum Nummer 4 (Derzeit Depot) mit weiteren 70 Quadratmetern wird künftig dem Thema Filmkameras, Filmprojektion und Diaprojektoren gewidmet und derzeit eingerichtet:
Zur Erklärung: Saal 1 = Kamerasaal mit insgesamt 14 großen Schauvitrinen; Saal 2 = Abteilung Reprofotografie, Labor, Großgeräte; Saal 3 = Original-Fotoladen aus Ostfriesland. Bis zur "großen" Eröffnung an Pfingsten 2012 werden noch Saal 4 (das jetzige Museumsdepot) als Ausstellungsraum für die Bereiche Kino & Projektion sowie das Treppenhaus mit dem Kassenbereich (links im Plan) mit einbezogen werden. Die Abteilungen im einzelnen (einfach den entsprechenden Bereich im Plan anklicken):
Eigentlich ein 20 Meter langer und drei Meter breiter Gang vom Treppenhaus zu zwei früheren großen Klassenzimmern und einem kleineren Computerraum. In diesem hellen Gang zeigt eine Zeitschiene die rasante Entwicklung der Kameratechnik seit Erfindung der Fotografie auf und macht die Besucher mit Exponaten in sieben Glasvitrinen chronologisch mit typischen Beispielen der jeweiligen Zeit vertraut.
Die achte Vitrinen enthält herausragende Beispiele für Geräte zum Thema Stereofotografie und 3D vom guten alten Rollei-Heidoscop über die Nimslo bis hin zum Bastelbogen für des Selbstbau eines Stereofotoapparats aus Karton.
Die beleuchtbaren Vitrinen mit den stattlichen Ausmaßen von jeweils 100 x 50 x 180 Zentimeter (im Bild rechts) lassen - übersichtlich nach Jahrzehnten aufgeteilt, die Meilensteine der deutschen und internationalen Kameraindustrie wieder aufleben.
Von der deutschen Agfa-Box bis zur schwedischen Hasselblad, von der legendären Leica bis zur billigen Pocket-Werbe-Kamera, von einer der ersten Spiegelreflexkameras Marke Voigtländer in der Größe zweier Schuhkartons bis zur berühmten James-Bond-Spionagekamera Minox sind viele bekannte und unbekannte Fotoprodukte im Original zu bestaunen.
Die sechs neuen Vitrinen (im Bild oben auf der linken Seite) widmen sich Schwerpunktthemen des Kamerabaus: Fotogeräten aus der früheren DDR und einigen herausragenden Firmen wie Rollei, Revue (Foto-Quelle), Canon und Kodak sowie den Erzeugnissen der Nürnberger Firma Carl Braun.
Weil der Bestand an attraktiven Exponaten aus dem
Zeitraum vom 19. Jahrhundert bis 1945 in den letzten Monaten immer größer
geworden ist und die eine Vitrine, die in der "Zeitschiene" dafür vorgesehen
war, schnell viel zu klein wurde, haben wir die antiken Kameras und
Gerätschaften jetzt auf zwei Vitrinen aufgeteilt und um weitere Exponate
erweitert. Damit kommen die Schätzchen besser zur Geltung. Die "Zeitschiene"
Ganz am Ende des Kamerasaals steht neuerdings ein Schreibtisch aus den 70er Jahren, um den herum ein Arbeitsplatz eines Kameramechanikers entsteht, wie er - Bild rechts - bei einem Enthusiasten in Pforzheim von 1981 bis 2007 in Betrieb war. Mehr darüber hier. Anzeige: Weiter geht es bei unserem virtuellen Rundgang durchs Kameramuseum in die Abteilung...
Darunter ein Exponat, das schon zu den erklärten absoluten Lieblingsstücken fast aller Besucher zählt: ein Planox-Heidoplast-Stereobildbetrachter von Franke & Heidecke (Rollei), der beweist, dass 3-D-Fotos keine Erfindung der heutigen Zeit sind, sondern schon in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den gutbürgerlichen Wohnzimmern für Begeisterung sorgten. Höhe- und vorläufiger Schlusspunkt ist ein Besuch im...
Man fühlt sich beim Betreten des Raumes sofort wieder wie "beim Photographen" und nicht wie an der unpersönlichen technisierten Fototheke im heimischen Drogeriemarkt, wo man seine Digitalbilder selbst in den Printer übertragen muss.
Noch wird der vierte Ausstellungsraum im weiter oben abgebildeten Grundriss als Depot und Büro genutzt, aber es wird darin schon feste gewerkelt. Bis zur Einweihung an Pfingsten 2012 wird dieses Klassenzimmer mit seinen rund 70 Quadratmetern Fläche der Sammlung der Film- und Diaprojektoren, den sperrigen Epidiaskopen und den faszinierenden Filmkameras ab dem Jahr 1900 gewidmet sein. In einer sieben Meter langen Regalwand (Foto) werden 80 bis 90 Film- und Diaprojektoren, Schneidegeräte und andere Apparate zu diesem Thema präsentiert, der Crass-Trickfilmtisch ist jetzt schon aufgebaut und eine Kinoecke mit Leinwand und vorführbereiten Film- und Diaprojektoren wird nicht fehlen. Die Filmkameras sind in einer großen Holzvitrine neben der Türe untergebracht.
Hinter dem Begriff Großraum-Epidiaskop (im Bild links das typische Riesen-Objektiv mit mehr als 20 cm Durchmesser und mehr als 20 Kilogramm Gewicht) verbirgt sich eine über zwei Meter hohe und gut 300 Kilogramm schwere Überraschung. Hier nur so viel: Es gibt in der Bundesrepublik allenfalls noch eine Handvoll dieser Leitz-Riesenprojektoren aus den 50er Jahren. Das Museumsgerät wird voll funktionsfähig sein und eine Lampenleistung von 6.500 Watt (!) aufweisen. Weitere Infos zu den anderen wichtigen Exponaten im künftigen Kino- und Projektionssaal: Crass Trickfilmtisch, Schmid AMV 6, SpeedCam+ 500.
Werkzeugen und mit teilweise zerlegten Kamera-Gehäusen und Optiken
Diaprojektoren) und Foto Quelle (Revue) mit über 75 Foto-Quelle-Katalogen
Projektoren, Objektive - darunter 1.500 verschiedene Pocketkameras aus aller Welt
Das Deutsche Kameramuseum in Plech ist sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen nach telefonischer Vereinbarung unter der Rufnummer 0 92 44/9 82 54 99. In den bayerischen Pfingst- und Sommerferien ist das Museum zusätzlich zum Sonntag auch mittwochs von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. "Events" aus besonderem Anlass oder sonstige Sonderveranstaltungen für Gruppen und Vereine nach telefonischer Vereinbarung. Die Wetterprognosen für Plech finden Sie hier.
Sie finden das Museum in D-91287 Plech, Schulstraße 8;
Telefonnummer für Terminvereinbarungen: 0 92 44/9 82 54 99.
Bis 25. Mai 2012: 2,00 Euro für Erwachsene, 1,00 Euro für Kinder ab 12 Jahre und Jugendliche; 1,50 Euro pro Person bei Gruppen ab 10 Personen.
Der Förderverein Deutsches Kameramuseum in Plech e.V. betreibt das Museum, das in Räumen der Marktgemeinde Plech untergebracht ist (Teile der Grundschule). Eigentümerin der Exponate ist die gemeinnützige Stiftung Kameramuseum Kurt Tauber, die die Exponate dem Museum kostenlos zur Verfügung stellt.
Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat wird von 14 bis 17 Uhr die Plecher Foto- und Filmbörse veranstaltet, bei der überzählige Geräte aus den Beständen oder Neuzugängen des Museums zum Nutzen des Museums für kleines Geld verkauft werden. Der Besuch der Fotobörse kostet über den normalen Eintrittspreis hinaus nichts. Bei einer so großen Sammlung finden sich immer wieder Apparate und Zubehörteile ein, die schon mehrfach in der Sammlung vorhanden sind und die bei solchen Terminen zu fairen Preisen an den Mann gebracht werden. Die Spender der Exponate sind über diese Verwendung informiert und ausdrücklich mit dieser Vorgehensweise einverstanden, denn nicht jedes Gerät kann Eingang in die Ausstellung finden. Mit dem Erlös werden die Aufwendungen des Museums finanziert - derzeit steht der Kauf von weiteren Vitrinen im Vordergrund. Exponate, die ausdrücklich der Stiftung zugeeignet sind, bleiben selbstverständlich im Bestand und werden aus rechtlichen und grundsätzlichen Gründen nicht verkauft.
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