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 4. Februar-1. April 2018: Kunstausstellung


 "Karneval in Venedig":

 Fotos & Gemälde



Geheimnisvolle Masken dominieren den Karneval in Venedig, der so ganz anders ist als das närrische, laute Treiben im Fasching hierzulande. Dieses Motiv auf 1300 Pixel. Foto: Tauber


 Karnevalfotos eines Faschings-Muffels

Die Museumssaison 2018 startete am Sonntag, 4. Februar, mit der gut besuchten Vernissage zur Fotoausstellung "Karneval in Venedig" mit Aufnahmen Kurt Taubers aus dem Jahre 1995 vom bunten, geheimnisvollen Treiben auf dem Markusplatz. Flankiert wird die Fotoausstellung von der Präsentation von Gemälden zum Thema "Karneval in Venedig" von Heinz Volk, der 1995 mit Elisabeth und Kurt Tauber im Auftrag der Pegnitzer Galerie Tauber in Venedig war und später Kurt Taubers Fotos als Erinnerungsstütze für seine ausdrucksstarken Venedig-Bilder nutzte.



Gelöste Stimmung bei der Vernissage zur Fotoausstellung "Karneval in Venedig". Karlheinz Escher, Fördervereinsvorsitzender und gleichzeitig Erster Bürgermeister  von Plech (im Türrahmen stehend mit Bart und Brille), hielt die Einführungsrede. Foto: Andreas Wolf

Eigentlich ist der Fotograf unserer Bilderausstellung „Karneval in Venedig“ ein ausgesprochener und bekennender Faschingsmuffel, der sich gerade zweimal in seinem Leben närrisch verkleidet hat: Einmal als Sechsjähriger, wo er in ein Schlotfegerkostüm schlüpfen musste und später einmal als 18-Jähriger, wo er als kurvenreiche Blondine die Männerwelt seines Heimatortes verrückt machte, um dann Minuten vor der Demaskierung aus dem Saal zu flüchten. Gerade noch rechtzeitig, denn er war als „Blondine“ recht frech zu den Honoratioren des Dorfes gewesen und man hätte ihn womöglich nach der Enttarnung aus Enttäuschung geteert und gefedert…

 

Später, als Lokalreporter, musste Kurt Tauber keine Repressionen mehr fürchten, außer wenn er wieder einmal (zu) spöttisch über die gelegentlich unbeholfenen Versuche berichtete, lustig zu sein und überbordenden Frohsinn in so genannten Prunksitzungen zu versprühen. Einmal gab es nach so einem Bericht 40 Abbestellungen von missverstandenen Faschings-Aktivisten, von denen 39 nach wenigen Monaten wieder zurück kamen. Einer war zwischenzeitlich in eine andere Faschingshochburg umgezogen…



Der Karneval in Venedig ist kein lärmendes Herumtoben mit lauter Musik wie im ausgelassenen Faschingstreiben hierzulande. In Venedig geht es viel ruhiger zu, fast still, melancholisch.


Warum also reist so jemand, dem nie ein Helau über die Lippen und niemals eine rote Nase ins Gesicht kam (außer in Zeiten grassierenden hochinfektiösen Männerschnupfens) dann ausgerechnet mitten im Winter in seine Lieblingsstadt Venedig, um den Karneval zu fotografieren? Ausgerechnet Karneval!

 

Ganz einfach: Weil er Venedig liebt und weil er schon viele Fernsehberichte über den Karneval in Venedig gesehen hatte. Und weil sich seine Ehefrau, damals Galeristin in Pegnitz, Anno 1995 eine Kunstausstellung mit venezianischen Motiven und mit Glaskunst aus Murano in den Kopf gesetzt hatte. Und weil er somit das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden konnte: Einen Abstecher in seine Lieblingsstadt und das Fotografieren des melancholischen, bunten, aber fast lautlosen Treibens auf dem Markusplatz. Und weil Kurt Tauber als Fotograf im Auftrag der Galerie unterwegs war und die Szenerie in mehr als 550 Fotografien als Gedächtnisstütze für den mitreisenden Maler Heinz Volk  festhielt, erbarmte sich das Finanzamt und erkannte die Flugreise nebst Hotelaufenthalt als Dienstreise an… Darüber freut sich der Fotograf noch heute diebisch.



Es lohnt sich immer, genau hinzuschauen bei den Masken auf dem Markusplatz in Venedig. Man entdeckt immer wieder faszinierende Kunstwerke - komplizierte Konstruktionen wie die links oder einfache, aber beeindruckende Kreationen wie die rechts.


So entstanden von Samstagabend bis Dienstagnacht in Kälte und Regen diese Fotos, deren Vergrößerungen für diese Ausstellung ausgewählt wurden. Übrigens waren die originalen Kleinbildnegative nicht mehr mit vertretbarem Aufwand aufzufinden, weshalb Kurt Tauber einfach die 10 x 15 cm kleinen Farbvergrößerungen aus seinem Venedig-Album einscannte und dann davon digital 30 x 45 cm große Prints bestellte.

 

Was der traditionelle Kleinbildfilm in Zusammenarbeit mit den guten alten analogen Kameras und moderner Computertechnik zu leisten vermag, ist nach wie vor erstaunlich und lässt sich besonders eindrucksvoll am Lieblingsmotiv Taubers ablesen, das er - Bild ganz oben - in der Größe von 200 x 135 Zentimeter auf Lkw-Plane drucken ließ.



Von Samstag Abend bis Dienstag Nacht war Kurt Tauber am Faschingswochenende 1995 mit zwei Kameras auf der Pirsch auf dem und rund um den Markusplatz in Venedig.  


Übrigens: Kurt Tauber war nicht als verklärter Fotokünstler angereist sondern als Reportagefotograf, der festhält, was geschieht, was sich rund um den Markusplatz ereignet. Deshalb sehr interessant zu sehen, was ein phantasievoller Maler aus diesen Anregungen macht...


 Hier der direkte Vergleich: Fotografie - Malerei

Taubers Original-Foto...

...und was Heinz Volk daraus gemacht hat.

Für größere Abbildungen einfach in eines der obigen Bilder klicken

Hier ein paar Impressionen von der damaligen Venedig-Ausstellung in der Galerie Tauber


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