Während sich mit Büchern
zur Geschichte der Kameras aus dem Hause
Leitz und Leica mit Leichtigkeit Regale
füllen lassen, ist das Gebiet der
Diaprojektoren doch eher ein weißer Fleck
auf der Landkarte der Sammlerliteratur.
Diese Lücke schließt nun Albert Johann
Schnelle, denn sein umfassendes Werk „Die
Geschichte der Leitz und Leica
Diaprojektoren“ erhellt das Dunkel der
Geschichte der Lichtbildwerfer aus Wetzlar
und Solms.
Geschichte im Zeitraffer
Die Kleinbildfotografie setzte vor allem durch Oskar Barnack und seine Erfindung der Leica neue Maßstäbe. Sicher war es auch Barnack, der die ersten Projektoren für die neuen Leica- und Lehrfilme konstruierte – gemäß dem von ihm überlieferten Ausspruch „kleine Negative, große Bilder“. Da war die Projektion natürlich das Medium der Wahl, um die Leistungsfähigkeit des Kleinbildformats unter Beweis zu stellen – und sie ist es bis heute.
Der fotoforum-Verlag würdigt die mehr als 80-jährige Technikgeschichte der Leitz und Leica Diaprojektoren nun mit einem umfangreichen Band, der auf 240 Seiten die Entwicklung vom ersten Leitz Uleja bis hin zum aktuellen Leica Pradovit dokumentiert. Mit seinen akribisch zusammengetragenen Fakten und dem vielfach bislang unveröffentlichten Bildmaterial stellt das Buch „Die Geschichte der Leitz und Leica Diaprojektoren – Vom Uleja zum Pradovit“ eine wichtige Dokumentation auf dem Gebiet der Technikgeschichte des Bildmediums Diaprojektion dar – es dürfte gleichzeitig zum Standardwerk für ein Sammelgebiet werden, das im Vergleich zu Kameras nicht unbedingt einen großen Geldbeutel, aber dafür etwas mehr Platz verlangt.
Kurt Taubers Urteil: "Eine schier unerschöpfliche Fundgrube für Sammler von Diaprojektoren,
speziell von Geräten von Leitz beziehungsweise Leica. Nicht ganz billig, aber seinen Preis
durchaus wert. Einziges Manko: Es fehlen Hinweise auf die gegenwärtigen Marktpreise
oder den Markt für Projektoren insgesamt. Vielleicht kann man ja für Käufer auf einer
geschützten Internetseite so einen Service anbieten?"